Depot
In einem Depot werden die unterschiedlichen Arten von Wertpapieren aufbewahrt und verwaltet. Depots werden durch Nummern voneinander unterschieden und können auch mögliche Unterdepots enthalten. Depots lassen sich nach Offenen und Geschlossenen Depots unterscheiden. Als Geschlossene Depots kommen Tresore bei Banken in Betracht. Diese Form ist heute eher unüblich, da der Depotinhaber alle Verwaltungstätigkeiten wie Einlösung der Dividende etc. selbst durchführen. Bei Offenen Depots kann man zwischen einer Girosammelverwahrung und einer Streifbandverwahrung differenzieren. Bei der Girosammelverwahrung werden die Daten elektronisch über Server gespeichert. Die Käufe und Verkäufe werden die Depotbuchhaltung verbucht. Es ist für jedes Unternehmen nur eine einzige Aktie als Sammelurkunde hinterlegt. Im Rahmen der Streifbandverwahrung werden die Wertpapiere durch das Streifband dargestellt. Jeder Besitzer erhält einen Teil des Papierstreifens, um seinen Anteil der Wertpapiere zu kennzeichnen. Dieser ist nur ihm zuzuordnen und von den anderen Teilen durch bunte Papiergestreifen getrennt. Im Gegensatz zur Girosammelverwahrung hat der Depotinhaber das Recht direkt auf seine Wertpapiere zuzugreifen. Diese Verwahrform muss vom Depotinhaber in Auftrag gegeben werden und ist weit weniger verbreitet als Girosammelverwahrung.
Die Zusammenstellung eines Wertpapierdepots sollte in Abhängigkeit von den persönlichen Anlagezielen des Depotinhabers erfolgen. Renditeorientierte Anleger sollten festverzinsliche Wertpapiere und Standardaktien mit hoher Dividendenrendite übergewichten. Spekulative, nach hohen Kursgewinnen strebende Anleger, sollten dagegen Aktien kleinerer, aufstrebender Unternehmen ins Depot aufnehmen.