Einführung zu Optionsanleihen
Optionsanleihen bieten dem Käufer neben der Anleihe, die durch den Emittenten verzinst wird, einen Optionsschein an. Daher sollen in diesem Zusammenhang zunächst Optionen kurz erklärt werden auch wenn diese für die Altervorsorge eher ungeeignet sind.
Erläuterung zu Optionsscheinen
Optionen verleihen dem Besitzer das Recht, nicht die Pflicht, eine vorher bestimmte Anzahl eines Basiswertes (underlying) zu einem vorher festgelegten Preis innerhalb eines bestimmten Zeitraums oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Sie gehören zu den Finanzderivaten. Derivate sind von anderen realen Werten abgeleitete Wertpapiere. Optionsscheine stellen Wetten auf die Entwicklung des jeweiligen Basiswertes dar. Als Basiswerte kommen viele unterschiedliche Produkte oder Zustände in Betracht wie beispielsweise Aktien, Indices, Rohstoffe, Währungen, das Wetter usw.. Optionen lassen sich in Kaufoptionen (Call-Optionen) und Verkaufsoptionen (Put-Optionen) unterteilen. Der englische Begriff für Optionsschein lautet warrant. Die meisten Optionen haben ein festes Bezugsverhältnis auf den jeweiligen Basiswert. Durch 1 Option kann man zum Beispiel 100 Aktien kaufen oder verkaufen. Dadurch besitzen diese Produkte häufig eine starke Hebelwirkung und kleine Ausschläge bei dem jeweiligen Basiswert führt zu starken Kurssteigerungen oder -verlusten. Optionen werden täglich über die Börsen gehandelt.
Abgrenzungen im Zusammenhang mit Optionen
Es lassen sich folgende 3 Produkte im Zusammenhang mit Optionen festhalten:
- Optionsanleihe mit Optionsschein (cum warrant oder m.O. = mit Optionsschein)
- Optionsanleihe ohne Optionsschein (ex warrant oder o.O. = ohne Optionsschein)
- Optionsschein (warrant)
Fazit von Optionsanleihen als Instrumente für die Altervorsorgung
Bei Optionsanleihen werden die Anleihe und der Optionsschein getrennt an der Börse gehandelt. Diese Anleihen haben einen sehr langen Zeitraum von oft mehr als 10 Jahren. Übt der Besitzer einer Optionsanleihe die Option aus, behält er weiterhin seine Anleihe. Dies ist ein Abgrenzungsmerkmal zur Wandelanleihe auch wenn das Rechtsverhältnis gleich ist. Weiterhin verfällt die jeweilige Option bei der Rückzahlung der Anleihe durch den Emittenten. Für die Altersvorsorge ist ein Investment in ausschliesslich Optionsscheinen eher nicht geeignet, da diese noch risikoreicher als Aktien sind. Da diese aber mit Anleihen gekoppelt sind, können spekulative Anleger erste Erfahrungem mit Optionen sammeln.