Mit Kurslimits Gewinne absichern und Verluste begrenzen
Mit Kurslimits kann man Limitierungen setzen, zu denen dann automatisch Kauf- oder Verkaufsorder durchgeführt werden. Zwar ist eine Anlagestrategie in Aktien für die Altersversorge langfristig ausgerichtet, trotzdem sollen diese Instrumente kurz erläutert werden. Es können grundsätzlich Kauf- und Verkauflimits unterschieden werden. Zusätzlich lassen sich Limits nach dem Zeitpunkt differenzieren, wann die jeweilige Order ausgeführt werden soll.
Bei der Ausgabe eines Kauflimits werden Aktien zu einem festen Kurswert gekauft, sobald der gesetzte Kurs erreicht oder unterschritten wurde. Gibt man kein Limit für den Kauf von Aktien aus, so wird der Kauf billigst also zum nächstmöglichen Tageskurs ausgeführt. Daneben gibt es auch Stop-Buy-Limits. Diese besagen, dass ein Wertpapier jeweils zum nächstmöglichen oder billigsten Kurs gekauft wird, wenn das vorgegebene Limit erreicht oder überschritten wurde.
Bei der Ausgabe eines Verkaufslimits werden Aktien zu einem festen Kurswert verkauft, sobald der gesetzte Kurs erreicht oder überschritten wurde. Gibt man kein Limit für den Verkauf von Aktien aus, so wird der Verkauf bestens also zum nächstmöglichen Tageskurs ausgeführt. Daneben gibt es wiederum Stop-Loss-Order. Diese besagen, dass ein Wertpapier jeweils zum nächstmöglichen oder bestmöglichen zu erzielenden Kurs verkauft wird, wenn das vorgegebene Limit erreicht oder unterschritten wurde.
Hinweise zur Verwendung von Limits
Durch die Verwendung von Stop-Buy- bzw. Stop-Loss-Ordern werden extreme Börsensituationen, wie beispielsweise starke Börsenrückgänge noch verstärkt, da der Kurs bei Durchschreiten von wichtigen Grenzen weitere Aktien auf den Markt geworfen werden. Der Kurs der Aktie sinkt noch weiter. Die Volatilität der Börse nimmt dadurch zu. Grundsätzlich bieten Limits Schutz vor bösen Überraschungen, da sie Gewinne und Verluste begrenzen.
Bei Setzung von Verkaufslimits können größere Verluste vermieden werden und kleinere Verluste realisiert werden. Zusätzlich können schon bestehende Buchgewinne abgesichert werden. Liegt eine Aktie beispielsweise schon 30 % im Plus und es wird ein Stopp-Loss-Limit um 10 % unter dem aktuellen Kurs gesetzt, so werden auf jeden Fall mindestens 20 % an Gewinn realisiert. Vor der Setzung von Stopp-Loss-Limits stellt sich für den Anleger immer die Frage zwischen Begrenzen von Verlusten und dem Verzicht auf Chancen auf noch höhere Gewinne in der Vergangenheit, falls die Aktie nach Durchlaufen des Limits wieder stark ansteigt.
Zum Schluß noch ein paar Hinweise zum Setzen von Limits. Bedenken Sie, dass jede Limitierung Geld kostet. Es kommt immer auf das aktuelle Börsenumfeld an. Interessant ist wie der einzelne Titel von der Marktlage beeinflußt wird. Bei deutschen Standardwerten (DAX 30) kann meistens auf Limits verzichtet werden. Das heißt aber nicht, dass Sie nicht von Zeit zu Zeit die Kurse überprüfen sollten. Wollen Sie in Nebenwerte oder ausländische Werte investieren, sollten Sie vorsichtshalber immer limitieren. Dies empfiehlt sich insbesondere dann, wenn nur geringe Umsätze mit der Aktie gemacht werden. Spekulanten können bei volumenschwachen Handelsplätzen leicht den Markt manipulieren. Auch sollten Sie bei Setzung von Limits darauf achten, nicht zu enge Grenzen zu setzen, da sonst schon kurzfristige Ausschläge nach oben oder unten dafür sorgen, dass Ihre Aktien verkauft oder gekauft werden. Es sollte mindestens ein Abstand von 10 – 15 % zum gegenwärtigen Kurs eingehalten werden. Außerdem sollten Sie bei kräftig steigenden Kursen das Stop-Loss-Limit ändern und höher ansetzen.