Pharmazie
Die Pharmahersteller sind ziemlich konjunkturresistent, da die Käufer den Kauf und die Einnahme von Medikamenten kaum herausschieben können. Haben die einzelnen Pharmahersteller noch Chemieaktivitäten in ihrem Portfolio steigt die Konjunkturabhängigkeit natürlich an. Die weltweite Nachfrage dürfte insbesondere durch aufstrebende Schwellenländer wie China und Indien in Zukunft steigen. Es ist zu bedenken, dass die meisten Pharmahersteller den Großteil ihres Umsatzes nur durch einige wenige Medikamente generieren. Diese werden auch als Blockbuster bezeichnet und erzielen häufig mehr als 1 Mrd. € Umsatz im Jahr. Verlieren die Unternehmen die Patente für diese Medikamente, benötigen sie unbedingt neue Ersatzprodukte, um weiterhin erfolgreich zu sein. Diese verursachen hohe Kosten für Forschung und Entwicklung, daher kann schon der Erfolg einzelner Medikament über den Erfolg des gesamten Unternehmens entscheiden. Allgemein befindet sich die Branche in einer Konsolidierungsphase und kleinere Unternehmen werden von Größeren übernommen. Mit potentiellen Übernahmekandidaten lassen sich in der Regel hohe Renditen erwirtschaften.
Rohstoffe außer Stahl (Nichteisenmetalle)
Von den Nichteisenmetallen haben insbesondere Kupfer, Aluminium, Nickel, Zinn, Zink und Blei eine industrielle Bedeutung. Daneben sind auch Gold, Silber und Platin für die Schmuckindustrie von Bedeutung. Die Bergbaufirmen und verarbeitenden Unternehmen sind stark von den Metallpreisen abhängig und somit auch von der Konjunktur. Sinkt die weltweite Nachfrage, fallen auch die Preise und die Gewinnmargen der Firmen sinken. Ein Kauf ist sinnvoll, wenn die Kurse stark gefallen sind und erste Anzeichen einer Erholung zu sehen sind. Diese Branche ist stark zyklisch und bietet dem antizyklischen Anleger interessante Anlagemöglichkeiten.