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Lebensversicherung als Altersvorsorge

Auslaufmodell Kapitallebensversicherung

Die Kapitallebensversicherung zahlt nicht nur im Todesfall eine festgelegte Summe, sondern auch im Erlebensfall. Somit handelt es sich bei der Kapitallebensversicherung um eine Kombination aus Risikolebensversicherung und Sparvertrag. Die Kapitallebensversicherung war lange Zeit eine beliebte Form der privaten Altersvorsorge. Seit Wegfall der Steuerfreiheit auf den Ertrag Anfang 2005, überwiegen jedoch die Nachteile dieser privaten Vorsorgeform.

Rendite

Die durchschnittliche Verzinsung von etwa 4% pro Jahr ist nicht gerade hoch und kann bereits von Tagesgeldkonten überflügelt werden. Außerdem fließen nicht alle Beiträge in den Sparanteil. Im Durchschnitt sind es nur 75% der Beiträge. Der Rest geht für die Todesfallabsicherung und die Verwaltungskosten drauf. Auch weitere Zusatzversicherungen, wie etwa gegen Berufsunfähigkeit mindern den Sparanteil. Höhere Renditen sind hier mit fondsgebundenen Lebensversicherungen zu erzielen.

Flexibilität

Ein großer Negativfaktor ist die lange Bindungsdauer der Verträge. Über 50% der Kapitallebensversicherungen werden vorzeitig gekündigt aufgrund von finanziellen Engpässen oder mangelnder Rentabilität. Richtig rentabel werden die Kapitallebensversicherungen erst ab 12-13 Jahren. Dabei drückt besonders die Provision der Vermittler, die je nach Versicherungsanbieter 12 Monatsbeiträge und mehr veranschlagen kann. Dementsprechend ist das auflösen der Versicherung in dieser Phase ein reines Verlustgeschäft.

Fazit

Der Abschluss einer Lebensversicherung mit Ziel zur Altersvorsorge macht heutzutage keinen allzu großen Sinn. Die wegfallende Steuerfreiheit auf Erträge, dem relativ geringen Sparanteil der Beiträge, sowie die mangelnde Flexibilität machen die Kapitallebensversicherung zum Auslaufmodell. Wer auf einen Todesfallschutz nicht verzichten möchte, sollte diesen separat in Form einer Risikolebensversicherung abschließen. Die Kosten sind im dem Fall, besonders bei jungen Menschen, relativ niedrig, so dass mehr Geld in eine rentablere bzw. steuerbegünstigte Vorsorge fließen kann.

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