Krisensichere Kapitalanlage
Als Gegenstück zu selbst genutzten Immobilien gehört der Kauf von Immobilien als Kapitalanlage. Ein Ziel einer solchen Anlage kann das „parken“ von Kapital in einen Krisensicheren Sachwert sein, der zudem regelmäßige Einnahmen in Form von Mieten generiert. Je nach Standort und Lage können in Deutschland relativ gute und konstante Wertzuwächse erzielt werden, die über der Inflationsrate liegen. Bei guten Standorten lohnen sich solche Investitionen sogar auf Kredit, weil die Bauzinsen 2009 so niedrig sind wie schon lange nicht mehr. Jedoch drücken die Kreditkosten auf die Rendite, deshalb sollte doch schon ein gewisser jährlicher Wertzuwachs von min. 3% erreicht werden. Diese Form der Kapitalanlage kann man als sehr sicher betrachten und ist auch recht gut als Altersvorsorge geeignet. Besonders für Wohlhabende Anleger ist dies eine hervorragende Möglichkeit sein Vermögen zu erhalten. Bei mehreren Objekten kann man die Immobilien von Immobilienmaklern verwalten lassen und man hat Zeit für wichtigere Dinge. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Kreditwürdigkeit durch den Besitz von Immobilien, so dass bei kurzfristiger Geldknappheit oder lohnenden Investitionen immer ein gewisser Spielraum gegeben ist.
Immobilien als Spekulationsobjekt
Eine weit risikoreichere Form der Kapitalanlage in Immobilien ist die Immobilienspekulation. Dabei spekuliert der Anleger auf eine starke kurzfristige bis mittelfristige Wertsteigerung des Kaufobjekts. Gründe für starke Wertsteigerungen können regionaler Wirtschaftsaufschwung durch Bau neuer Fabriken oder bessere infrastrukturelle Erschließung und damit steigender Einwohnerzahl sein. Siedelt sich z.B. eine Internationale Firma in einer eher verschlafenden Stadt an und schafft direkt 500 Arbeitsplätze, wird sich das sicher gut auf den dortigen Arbeitsmarkt auswirken oder wird neue Einwohner anziehen. Gleichzeitig wird im Ort selber mehr Geld für Lebensmittel, Dienstleistungen etc. ausgegeben, was natürlich wieder weiteren Wohlstand und Arbeitsplätze schafft. Mit der Zeit siedeln sich Zulieferer Betriebe an, dank denen die Gewerbeeinnahmen weiter steigen, was die Stadt wieder selbst in Infrastruktur und zur Verbesserung der Attraktivität der Stadt investiert. So geht es im Idealfall immer weiter. besonders in den neuen EU Beitrittsländern kann man eine solche Entwicklung erkennen.
Das einzige Problem besteht darin, eine solche Entwicklung vorherzusehen. Die besten Gelegenheiten bieten derzeit die neuen EU-Beitrittsländer, da diese aus wirtschaftlicher Sicht rückständig sind und dort deswegen viel Entwicklungspotential steckt. Gleichzeitig ist dort aber das Risiko viel höher auf Schwarze Scharfe zu treffen. Die Rechtssicherheit ist in diesen Ländern ist weit von deutschen Standards entfernt, weshalb man schnell sein Geld loswerden kann, wenn man an die falschen „Leute“ trifft. Bevor Sie Immobilien im Ausland kaufen, sollten Sie diese vorher unbedingt sehen und sich absolut sicher sein was die Seriosität des Verkäufers angeht. Geht alles gut, sind hier Wertsteigerungen von über 100% in wenigen Jahren sehr realistisch.
Alternativ empfiehlt sich eine Investition in Immobilienfonds, die im Ausland aktiv sind.