Junk-Bonds (High-Yield-, Schrott- oder auch Ramschanleihen)
Als Junk-Bonds werden werden Anleihen von Emittenten bezeichnet, die über eine sehr schlechte Bonität verfügen und das Risiko von Zinsausfällen und der Rückzahlung sehr hoch ist. Diese Anleihen sind für spekulative Anleger geeignet, da die Renditen sehr hoch sind. Die Rendite steigt mit dem Anlagerisiko. Diese Anleihen werden von Staaten wie auch von Unternehmen ausgegeben und über die Börsen gehandelt. Es können auch normale Anleihen zu Junk-Bonds werden, wenn sich die Kreditwürdigkeit derart verschlechtert. Ein Beispiel hierfür wären Staatsanleihen von Island, das im Zuge der Finanzkrise 2008 in eine tiefe Wirtschaftskrise geschlittert ist und kurz vor dem Staatsbankrott steht.
Entwicklung der Junk-Bonds
Der Markt für Junk-Bonds entstand in den 80er Jahren und wurde massgeblich durch Michael Milken geprägt, der auch als König der Junk-Bonds in die Geschichte eingegangen ist. Außerdem wurden Junk-Bonds zu dieser Zeit als Finanzierungsform für feindliche Firmenübernahmen benutzt. Finanzinvestoren gründeten Unternehmen mit geringem Eigenkapital und vergaben dann auf diese Junk-Bonds. Durch das eingenomme Kapital wurde dann versucht unterbewertete Firmen zu übernehmen. Bei Erfolg wurden mit dem Vermögen der übernommenen Firmen die Junk-Bonds bedient. Missglückte die feindliche Firmenübernahme, konnten die hohen Zinszahlungen der Junk-Bonds nicht mehr bezahlt werden und die Spekulanten verloren einen Teil des eingesetzten Kapitals.