AS-Fonds (Altersvorsorge-Sondervermögen-Fonds)
Diese Fonds entstanden 1998 mit dem Ziel der Altersvorsorge für den Anleger. Sie sind normale Investmentfonds und beinhalten leider keinerlei Förderung durch den Staat. Auch bieten sie dem Investor keine steuerlichen Vorteile. Die Bedeutung von AS-Fonds geht in den letzten Jahren merklich zurück, trotzdem sollen diese hier kurz vorgestellt werden. Da die Anlageschwerpunkte jeweils bei Aktien, Renten, Immobilien oder anderen Finanzprodukten liegen können, unterscheiden sich AS-Fonds kaum von anderen Misch- oder Dachfonds.
Es kommt jeweils auf den Anleger an, wie risikoreich der Fonds aufgestellt sein soll. Auf der einen Seite gibt es spekulative Fonds mit einem Aktienanteil von bis zu maximal 75 % und auf der anderen Seite konservative Fonds, die nur den Mindestanteil von 21 % in Aktien oder sonstigen Beteiligungen investieren. Die Quote von Immobilien darf nicht höher als 30 % sein. Die Anteile von festverzinslichen Wertpapieren ergibt sich dann aus diesen Bedingungen. Außerdem müssen mindestens 51 % des verfügbaren Kapitals investiert sein. Finanzderivate dürfen seitens des Fondsmanagements ausschliesslich zu Absicherungszwecken erworben werden. Eine weitere Auflage bei AS-Fonds stellt eine Begrenzung des Währungsrisikos innerhalb des Fonds dar. Maximal 30 % aller Positionen darf einem Währungsrisiko ausgesetzt sein. Es finden keine Auszahlungen während des vorher vereinbarten Zeitraums statt. Alle entstandenen Gewinne werden direkt reinvestiert.
Neben der Möglichkeit von Einmaleinzahlungen werden auch Sparpläne angeboten mit denen der Anleger zu regelmässigen Zeitpunkten Anteile des Fonds erwirbt. Diese Sparpläne werden nur bis zum 60. Lebensjahr und über einen Zeitraum von mindestens 18 Jahren angeboten. Die Verträge von AS-Fonds sehen vor, dass der Käufer jedes Jahr eine frei zu bestimmende Anzahl an Fondsanteilen erwirbt. Kommt er dieser Bedingung nicht nach, so ist eine Kündigung am Ende jedes Quartals mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten möglich. Wird der Anleger in der Zwischenzeit arbeitslos oder erwerbsunfähig, verringert sich die Frist auf 4 Wochen. Die Investmentgesellschaft muss jedem Anleger nach 3/4 der Laufzeit kostenlos Fondsanteil von weniger schwankungsanfälligen Fonds anbieten. Hat der Käufer von AS-Fonds die Anteile über die vorher bestimmte Laufzeit gehalten, so bieten sich für Ihn hinsichtlich der Auszahlung 2 Möglichkeiten an. Entweder kann er das Vermögen im Ganzen ausbezahlt bekommen oder in einzelnen Raten mit einer kontinuierlichen Verzinsung.
Risiko von AS-Fonds
Auch bei AS-Fonds kann der Anleger Verluste machen. Insbesondere dann, wenn er gezwungen ist seine Anteile während einer schwächeren Börsenphase zu verkaufen. Weiterhin hängt das Risiko wie bei allen Mischfonds von der Höhe der einzelnen Anlagemöglichkeiten ab. Ein hoher Aktienanteil führt zu einem höheren Risiko, ein hoher Rentenanteil zu einem niedrigeren Risiko. Das Risiko sollte also der Risikobereitschaft des Sparers entsprechen. Werden die Fondsanteile über die sehr langen Laufzeiten gehalten, verringert sich das Anlagerisiko stark.
Fazit von AS-Fonds als Instrument der Altersvorsorge
Im Grunde sind AS-Fonds genauso gut für die Altersvorsorge geeignet wie normale Investmentfonds oder Mischfonds. Da es aber schon neuere von der Regierung geförderte Produkte für die Altervorsorge gibt wie beispielsweise die Riester-Rente oder die Rürup-Rente, verlieren AS-Fonds eher an Bedeutung.